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Für eine kluge Entscheidung benötigen Sie die richtigen Informationen. Lesen Sie hier alles über mögliche Probleme bei der Ausbildung in einer Fahrschule und wie Sie diese bewältigen können.

Sie müssen die Ausbildung nicht bei der Fahrschule fortsetzen, bei der Sie einen Ausbildungsauftrag oder Ausbildungsvertrag unterschrieben haben. Auf der Rückseite Ihres Ausbildungsvertrages sollten die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Fahrschule“ ausgedruckt sein. Unter „Kündigung des Vertrages“ sind die Bedingungen für eine Kündigung des Ausbildungsvertrages ausgedruckt. Die Fahrschule muss dem Fahrschüler eine Bestätigung der bereits geleisteten Fahrstunden und Sonderfahrten ausstellen. Die Fahrschule kann nur dann den Vertrag kündigen, wenn hierfür besondere Gründe vorliegen. Der Fahrschüler kann jederzeit ohne Angabe von Gründen den Ausbildungsvertrag kündigen, indem er sich in einer neuen Fahrschule anmeldet und der Inhaber der neuen Fahrschule dieses der alten Fahrschule mitteilt.
Wenn Sie umziehen und Ihren Wohnsitz in den Bezirk einer anderen Behörde wechseln, gelten für den Wechsel der Fahrschule die gleichen Bedingungen. Ihr neuer Fahrlehrer wird die Übersendung Ihrer Führerscheinakte an die zuständige Prüfstelle des neuen Wohnortes veranlassen.

Die Fahrschule kann keine Entschädigung für entgangene Gewinne verlangen, sondern nur ein Entgelt für bereits erbrachte Leistungen einfordern.
Sollten Sie Fahrtermine oder Prüftermine vereinbart haben und diese nicht mehr wahrnehmen wollen, müssen Sie diese jedoch rechtzeitig persönlich absagen. Die Frist für die Absage einer Fahrstunde finden Sie im Ausbildungsvertrag (meistens 48 Std.)

Der Grundbetrag deckt die theoretische Ausbildung ab und ist i. d. R. bei Anmeldung fällig. Wenn Sie die theoretische Prüfung noch nicht bestanden haben, aber den Grundbetrag sowieso voll bezahlen müssen, empfiehlt es sich, zunächst keine praktischen Fahrstunden mehr zu nehmen und um Kosten zu sparen, die theoretische Ausbildung bei der alten Fahrschule bis zur bestandenen theoretischen Prüfung in Anspruch zu nehmen, bevor Sie die Fahrschule wechseln. Für Gewöhnlich ist die Zahl der theoretischen Unterrichtsstunden im Vertrag nicht festgelegt. Manche Schüler nehmen 12-mal am Unterricht teil, andere über 30-mal, bezahlen aber den gleichen Grundbetrag.
Oft steht im Vertrag, dass mit der Teilnahme an einer theoretischen Prüfung die theoretische Ausbildung als abgeschlossen gilt und dass bei Nichtbestehen erneut ein Betrag für die Nachschulung fällig wird. Es gibt Fahrschulen, die für jede Wiederholung einer schriftlichen Prüfung eine Gebühr für die Nachschulung verlangen. Der günstigste Zeitpunkt zum Wechsel wäre dann nach der Theorieprüfung. Bei Nichtbestehen gehen Sie nicht wieder zum Unterricht, damit keine Gebühr für Nachschulung fällig wird.
Prüfen Sie in jedem Falle die Vereinbarungen im Ausbildungsvertrag oder in den Geschäftsbedingungen der Fahrschule. Wenn Sie nur einen Teil der lt. Vorschrift mindestens erforderlichen theoretischen Stunden erhalten haben, kann es sein, dass der Fahrschule laut Vertrag nur ein Teil des Grundbetrags zusteht. 

Wenn Sie die theoretische Prüfung bestanden haben, kann es sein, dass die neue Fahrschule keinen Grundbetrag verlangt oder nur einen Teil des Grundbetrages. Das ist Verhandlungsache! Man sollte sich also nicht bedingungslos anmelden, sondern zunächst die Kostenfrage klären. Der neue Fahrlehrer wird sich mit Ihrer alten Fahrschule in Verbindung setzen und den Fahrschulwechsel bei der Prüfstelle (TÜV / DEKRA etc.) melden. Das ist zwar kein großer Aufwand für den Fahrlehrer, aber etwas kann er dafür schon berechnen. Möglicherweise muss er auch beim alten Fahrlehrer noch etwas Druck machen, wenn dieser sich mit der Herausgabe der Ausbildungsbestätigung für die bereits geleisteten Fahrstunden sehr viel Zeit lässt.

Wenn Sie die vorgeschriebenen Sonderfahrten bereits gemacht haben, könnte es aber trotzdem sein, dass der neue Fahrlehrer z.B. eine zusätzliche Autobahnfahrt mit Ihnen durchführen will. Das wird er bestimmt verlangen, wenn Ihr alter Fahrlehrer unter Kollegen als „Schwarzes Schaf“ bekannt ist und seine Sonderfahrten wenig Qualität haben.
Ein Fahrlehrer darf einen Schüler nur dann zur Prüfung vorstellen, wenn er die Fähigkeiten des Fahrschülers als ausreichend einstuft. Die Mindestanzahl der Sonderfahrten genügt nicht, wenn der Fahrlehrer erkennt, dass der Schüler sich selbst oder andere dabei noch gefährdet. Dies ist gesetzlich geregelt. 
Fragen Sie vor dem Wechsel der Fahrschule Ihren neuen Fahrlehrer, ob die bereits absolvierten Sonderfahrten anerkannt werden, damit Sie später keine Überraschung erleben. Grundsätzlich werden die bereits geleisteten Fahrstunden und Sonderfahrten bei einem Wechseln der Fahrschule voll gewertet und Sie müssen keine unnötigen Fahrstunden machen.
Was bei der Wahl einer neuen Fahrschule noch zu beachten ist, behandeln wir bei dem Menüpunkt: So findet man die richtige Fahrschule.

Bevor ein Fahrschüler an einen Wechsel der Fahrschule denkt, kommt oftmals vieles zusammen: Frust über eine nicht bestandene Fahrschulprüfung – die Führerschein-Kosten werden höher als geplant – beim Fahrschüler entsteht der Verdacht, vom Fahrlehrer „abgezockt“ zu werden – Vertrauen in die Fahrausbildung und Stimmung des Fahrschülers sind auf den Nullpunkt gesunken.
Für den unzufriedenen Fahrschüler scheint ein Wechsel der Fahrschule oft der beste Weg zu mehr Erfolg zu sein.

Häufiger Grund die Fahrschule zu wechseln ist das Verhalten des Fahrlehrers. Es kommt vor, dass Fahrschüler die Fahrschule wechseln möchten, weil sie sich respektlos behandelt fühlen und erklären: Mein Fahrlehrer „schreit mich an“, „mein Fahrlehrer motzt nur noch rum“, „putzt mich runter“, „mein Fahrlehrer schimpft und meckert nur mit mir und lobt mich nie!“ – „er brüllt mich an.“ 
Neben diesen Äußerungen von Fahrschülern, die allgemein den Mangel an Takt und Höflichkeit des Fahrlehrers seinen Schülern gegenüber beklagen, gibt es auch Fahrschüler, die sich persönlich verletzt fühlen und deshalb die Fahrschule wechseln wollen.
Sie sagen: „Ich glaube, mein Fahrlehrer hat etwas gegen mich persönlich.“ – „Mein Fahrlehrer schüchtert mich ein, ich fühle mich in der Fahrschule überhaupt nicht wohl.“
Wenn die Harmonie derartig gestört ist, lässt sich ein vertrauensvolles Verhältnis kaum noch wiederherstellen.

Gründe, die von unzufriedenen Fahrschülern für einen Fahrschulwechsel genannt werden:
„Ich habe schon viele Fahrstunden und denke, dass ich es in dieser Fahrschule niemals schaffen werde“.
Oder: „Ich komme nicht weiter, weil ich in meiner Fahrschule zu selten Fahrtermine bekomme“. Manche Fahrschüler fühlen sich nicht mehr wohl in ihrer Fahrschule und statt sich auf die nächste Fahrstunde zu freuen, klopft ihr Herz vor Angst, wenn sie sich in den Fahrschulwagen setzen.

Der Entschluss, zu einer anderen Fahrschule zu wechseln, fällt einem Fahrschüler nicht leicht. Wenn ein Fahrschüler sich bereits an das Fahrschulfahrzeug gewöhnt hat, fürchtet er sich vor der Umstellung auf ein anderes Fahrzeug. Diese Furcht ist jedoch unbegründet, denn die Umstellung auf ein anderes Auto oder Motorrad ist kein Problem und meistens in nur einer Fahrstunde erledigt. Viele sehen es sogar als einen Vorteil, einen anderen Fahrzeugtyp kennenzulernen. Manche Fahrschüler befürchten, dass durch einen Fahrschulwechsel der Führerschein teurer werden könnte.

Die Anzahl der Fahrstunden allein sollte kein Grund sein, die Fahrschule zu wechseln. Abgesehen von den vorgeschriebenen Sonderfahrten gibt es keine gesetzlichen Vorschriften über eine Mindestzahl von Fahrstunden. Der Fahrlehrer darf einen Fahrschüler erst dann zur Prüfung vorstellen, wenn dieser über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt. Wenn ein Fahrschüler schon ziemlich viele Fahrstunden gemacht hat, die Prüfung aber dennoch nicht besteht, ist das allein kein Zeichen für eine mangelhafte Ausbildung der Fahrschule.
Manche Fahrschüler benötigen mehr Fahrstunden als die anderen, das ist keine Frage der Intelligenz. Unter anderem ist die bisherige Erfahrung im Straßenverkehr von Bedeutung.
Wenn ein Fahrschüler jedoch zum Fahrlehrer kein Vertrauen mehr hat, lässt seine Motivation nach und es fällt ihm oft schwer, das nötige Selbstvertrauen für eine Prüfung aufzubauen. In solchen Fällen kann der Fahrschulwechsel einen neuen Anfang bedeuten, bei dem der Fahrschüler sein Selbstvertrauen oft sehr schnell verbessert.

 

Die Meinungen darüber gehen erstaunlicherweise unter den Fahrschülern sehr auseinander.
Man hört von Fahrschülern Ansichten wie: „Dein Fahrlehrer meint es gut mit dir, manchmal muss ein Fahrlehrer lauter werden, damit der Fahrschüler sich das merkt und sowas ist kein Grund die Schule zu wechseln.“ – „Ein Fahrlehrer muss manchmal schimpfen, damit der Fahrschüler seinen Fehler einsieht.“ – „Mein Fahrlehrer ist sehr energisch und schimpft, wenn es sein muss, er hat aber auch die beste Fahrschule in der Stadt.“
Wenn es denn wirklich so wäre, dass ein Fahrschüler durch Schimpfen des Fahrlehrers besser lernt und sogar Geld dabei sparen kann, würde sicher keiner deswegen die Fahrschule wechseln wollen. Vielleicht hilft diese Methode ja bei einem Schüler, der die nötige Reife noch nicht erreicht hat und bei dem die Mutter auch noch alles dreimal sagen und ständig schimpfen muss.
In der Grundschule ist ein Lehrer immer noch mehr oder weniger Erzieher seiner Schüler, beim Besuch einer Fahrschule sollte die Erziehung jedoch abgeschlossen sein.

Aber wie ist es denn bei ganz leichten Anforderungen? Warum vergisst mancher Schüler immer wieder einfache Sachen, wie den Schulterblick, in den Rückspiegel zu schauen, den Blinker rechtzeitig einzuschalten usw., obwohl der Fahrlehrer ihm das schon etliche Male gesagt hat?
Man darf wohl davon ausgehen, dass der Fahrschüler selbst sehr daran interessiert ist, alles schnell zu erlernen und möglichst richtigzumachen, denn er möchte die Fahrprüfung gerne bestehen. Ein Fahrschüler macht sicher keine Fehler aus „Dickfälligkeit“ oder um den Fahrlehrer zu ärgern. 
Einfache Fehler in der Fahrstunde geschehen oft, weil der Fahrschüler noch Angst hat. Er kann beim Autofahren noch nicht alles kontrollieren und handelt nach dem Motto: „Das wichtigste zuerst!“ Und das ist: Nicht auf den Wagen vor ihm ‚drauf knallen‘, in der Spur bleiben und rechts und links kein Auto ‚rammen‘ und vieles mehr.
Mit anderen Worten: Er fühlt sich vom Straßenverkehr um ihn herum noch bedroht und das „nackte Überleben“ ist ihm erst einmal wichtiger als Spiegel und Blinker. Diese Problematik ist dem Fahrschüler selbst meistens nicht bewusst. Er wird unzufrieden mit sich selbst und hält sich für wenig geeignet zum Autofahren, wenn die Ermahnungen des Fahrlehrers immer eindringlicher werden.
Ein Fahrschüler in dieser Situation wird zunächst unzufrieden mit sich selbst und wenn der Fahrlehrer dann den Druck verstärkt oder auch noch schimpft, wird der Schüler immer gereizter und empfindlicher. Zu seiner allgemeinen Angst beim Autofahren und der Angst Fehler zu machen kommt jetzt noch die Angst vor dem Fahrlehrer hinzu und er sieht schließlich nur noch einen Ausweg: Zu einer anderen Fahrschule wechseln.

Frau B., eine junge Lehrerin, hält in der Fahrstunde vor einer Kreuzung mit Stoppschild. Als die Straße endlich frei ist, würgt sie beim Anfahren den Motor ab. Der Fahrlehrer: „Wissen Sie, zum wievielten Mal Sie jetzt den Motor abgewürgt haben?“ 
Eigentlich doch ganz harmlos dieser Kommentar, oder?
Frau B. schaut ihren Fahrlehrer wenig freundlich an und entgegnet schnippisch: „Das habe ich nicht gezählt!“ Eine lockere Schülerin hätte vielleicht nur geantwortet: „Jetzt kommen sie mir nicht auch noch mit Mathe, das war nie mein Fach.“
Aber die Menschen sind nun einmal sehr verschieden.
Bleiben wir noch bei diesem Beispiel, denn es hilft uns, zu erkennen, um was es in Wirklichkeit geht. 
Der Vorfall erscheint harmlos, ist aber bereits äußerst brisant.
Frau B. kommen erste Zweifel an den pädagogischen Fähigkeiten ihres Fahrlehrers, während dieser vielleicht nur denkt: Die Frau ist aber sehr empfindlich oder kommen ihm sogar Wörter wie ‚zickig‘ etc. in den Sinn? Es gibt Fahrlehrer, die haben in solchen Situationen ein sehr robustes Selbstbewusstsein und es fällt ihnen dann oft schwer, das eigene Verhalten infrage zu stellen.

Zum Abschluss dieser Seite noch eine traurige Begebenheit, die leider viele sehr lustig fanden. Abends beim theoretischen Unterricht stellt der Fahrlehrer einen Plan auf, wer alles für die nächsten Prüfungen infrage kommt. Peter, ein netter junger Mann, aber trotz seiner 19 Jahre noch etwas unsicher, nimmt seinen ganzen Mut zusammen und fragt: „Kann ich denn auch schon bald Prüfung machen?“ – Der Fahrlehrer: „Was, du willst Prüfung machen?“ – „Du fährst ja noch wie eine schwangere Ente!“ 
Alle anwesenden Fahrschüler lachen lauthals und einige benötigen sehr lange, um sich wieder zu beruhigen. Der Fahrlehrer schaut stolz und strahlend in die Runde, nur Peter setzt sich schweigend und getraut sich nicht, seine feuchten Augen mit einem Taschentuch abzutupfen. Er bleibt noch tapfer bis zum Schluss, aber danach hat man ihn in dieser Fahrschule nie wieder gesehen.
Und so ging die Geschichte weiter:
Zwei Jahre später eröffnete ein junger angestellter Fahrlehrer dieser Fahrschule, den Peter damals ganz nett fand, eine eigene Fahrschule. Am Tag der Eröffnung war Peter der erste Schüler, welcher sich anmeldete. Er wurde herzlich begrüßt und hervorragend ausgebildet. So führte auch hier ein Wechseln der Fahrschule zum Erfolg.

Wenn Sie denn mit der Wahl Ihrer Fahrschule Pech gehabt haben sollten und der dort herrschende Umgangston sie verletzt, wechseln Sie besser zu einer anderen Fahrschule. Es gibt viele ausgezeichnete Fahrlehrer und die Aussichten, bei einem Wechsel der Fahrschule den richtigen Fahrlehrer zu finden, sind sehr gut.

Wenn Sie sich zum Wechseln der Fahrschule entschieden haben, wird sehr wahrscheinlich Ihr neuer Fahrlehrer die Abwicklung aller Angelegenheiten mit Ihrer alten Fahrschule übernehmen. Es ist nicht so, dass Sie persönlich den Vertrag kündigen müssen und es gibt auch keine Fristen, die eingehalten werden müssen.